Dies ist jetzt keine Suppe, sondern Gemüsebrühe zum Würzen und Abschmecken, im weltweiten Netz gibts das auch unter Salzgemüse zu finden, z.B. da, dort und da. So haben unsere Vorfahren schon ihr Gemüse haltbar gemacht und ein schmackhaftes Allroundgewürz zur Hand gehabt. Ich hatte mal von einer alten Patientin davon erfahren. Und bin dann später im Internet darauf gestoßen und seit 3 Jahren ist es fester und gelieber Bestandteil unserer Küche. und ich kaufe keinerlei Instant-Gekörnt-gewürfelte oder sonstwie industriell verarbeitete Brühe mehr, in der irgendwelche Geschmacksverstärker oder sonstige unnötige Zutaten versteckt sind.
Was ich nicht mache, ist die Brühe im Ofen zu trocknen, dabei verliert sie einfach zu viel von ihrem wundervollen frischem Geschmackt. Wir lieben “unsere” Brühe, die wir beim Kochen, für Salatsoßen oder auch einfach mit heißem Wasser aufgegossen als Tasse Brühe trinken. Wenn sie kurz durchzieht, bis die Trinktemperatur erreicht ist, dann schmeckt sie einfach köstlich.
Heute koche ich für uns kranke oder geschwächte Familie eine kräftige Hühnersuppe. und da unser letzter Topf Gemüsebrühe vom Spätsommer sich dem Ende neigt, habe ich einfach ein paar Suppenzutaten mehr gekauft und zu neuer Brühe verarbeitet.
Das ist unser kläglicher Rest, der vor allem aus der Ernte unseres Gartens im September bestand:
Die Zuaten sind variabel, als Grundzutaten immer dabei, zu gleichen Anteilen:
Möhren
Porree
Knollensellerie
Meersalz
(oder anderes Salz, aber bitte ohne Rieselstoffe). Eigentlich von allen die gleichen Anteile. Außerdem etwas Knoblauch und Ingwer nach Geschmack. Da bei mir immer noch das ein oder andere dazukommt, ist der Salzanteil nachher geringer.
Meine erste Variante hielt sich ein Jahr im Kühlschrank ohne Probleme, das Salz konserviert alles. Da ich etwas weniger Salz nehme, gebe ich etwas Olivenöl dazu. Dadurch wird der Geschmack verbessert, die Haltbarkeit verlängert und die fettlöslichen Vitamine lösen sich darin und können aufgenommen werden, insbesondere wenn wir sie als Trinkbrühe verwenden, ist so ein kleines Fettäuglein lecker.
Je nach Saison gebe ich insbesondere im Sommer Liebstöckel, Petersilie, Petersilienwurzel, Pastinake, Selleriegrün, Pimpernelle hinzu. Kräuter habe ich auch schon solo eingesalzen und dann je nach Gericht und Appetit Thymian, Oregano, Schnittlauch, Basilikum zur Salatsoße oder zum abzuschmeckenden Gericht dazugetan. Diese Jahr werde ich auch mal Salbei versuchen. So bleiben die Kräuter viel aromatischer als getrocknet oder tiefgefroren. Und es muss nichts im Garten im Herbst verdorren.
Die Grundzutaten und alle anderen je nach Saison und Gusto im Mixer kleinhäckseln. Das Meersalz braucht schon etwas Power, damit es fein wird, oder gleich das feingekörnte nehmen.
Dann alles in der Schüssel vermengen:


Dann abfüllen. Ich hatte auch schon Gefrierbeutel befüllt, teilweise sogar eingefroren, aber das ist nicht nötig für die Haltbarkeit. Heute nehme ich Gläser, die wir mittlerweile in Massen haben. Darin gibt es unsere Lieblings-Weiße-Schokocreme bei *ewe. Wir beutzen sie als Trinkgläser, ich sortiere darin Nähkleinkram wie Knöpfe, Stecknadeln, Aufnäher usw. und eben auch unsere Gemüsebrühe findet darin Platz in unserem Kühlschrank.
Etwas Olivenöl daraufgießen, Deckel zu, fertig. Und ab in den Kühlschrank.
Das ist meine heutige Ausbeute, reicht für 3-4 Monate:
Man sieht gut, das die Sommervariante dunkelgrün ist. Da gabs Liebstöckel und Petersilie, das hat leider gerade keine Saison. Aber auch die Wintervariante duftet und schmeckt köstlich. Und nicht vergessen: Salz braucht man ab jetzt zusätzlich fast gar nicht mehr hinzufügen.
Bon appetit!!
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